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Projekte

Voller Einsatz für die Umwelt.

Was letztlich zählt, sind erfolgreich umgesetzte Projekte. Die PORR Umwelttechnik kann auf fast drei Jahrzehnte Erfahrung und hunderte erfolgreich abgeschlossene Aufträge zurückblicken. Wir arbeiten für verschiedenste Auftraggeberinnen und Auftraggeber im Baugewerbe. Öffentliche Institutionen vertrauen ebenso auf unsere Expertise wie Industrie und Gewerbe oder private Kundinnen und Kunden.

Unser Know-how und eine ganzheitliche Sichtweise, Technik am Puls der Zeit und hoher persönlicher Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen hinter jedem unserer erfolgreich abgeschlossenen Projekte. Eine kleine Auswahl möchten wir Ihnen näher vorstellen. Machen Sie sich selbst ein Bild.

Sanierung der Altlast T5

Foto: Sanierung Altlast T5 Dachpappenfabrik Rum: Bagger auf dem Gelände der ehemaligen Dachpappenfabrik
Daten und Fakten
Firma PORR Umwelttechnik GmbH in Arbeitsgemeinschaft
AuftraggeberBundesaltlastensanierungsgesellschaft-mbH (BALSA GmbH)
Stadt/LandInnsbruck - Österreich
Projektart Altlastensanierung
Bauzeit11.2011 - 04.2014

Umfangreiche Dekontaminierung samt Pilotversuch

Am Altstandort „Dachpappenfabrik Rum“ wurde im Zeitraum von 1908 bis 1959 eine Steinkohleteeröldestillation betrieben, in der vor allem Dachpappen, Asphalt und andere Teerprodukte produziert wurden. Im Rahmen einer Betriebsumstellung erfolgte im Jahr 1960 eine Rohstoffsubstitution durch Erdöl.

Der Untergrund des Fabrikgeländes war auf einer Fläche von rund 1,5 ha – vorwiegend durch Teer bzw. Teeröle – massiv kontaminiert. In manchen Teilgebieten wurden auch Belastungen mit Mineralölen gefunden. In den zentralen Schadensbereichen kam es zur Mobilisierung einer großen PAK-Fracht (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) und in Folge zu einer ausgedehnten Schadstofffahne im Grundwasser. Aufgrund des Gefährdungspotenzials wurde der Altlast die Prioritätenklasse 2 zugeordnet.

Dem wasserrechtlich bewilligten Projekt entsprechend erfolgte die Sanierung der Altlast durch:

  •     Dekontamination durch Räumung von stark kontaminierten Untergrundbereichen (Hot-Spots), großteils mit Austauschbohrungen, und anschließende Verfullung
  •     Hydraulische Maßnahmen (Sperrbrunnen, Grundwasserreinigung, Infiltrationsbrunnen, Pump-and-treat-Technologie)
  •     Durchführung eines Pilotversuchs zur Prüfung der Anwendbarkeit von In-situ-Maßnahmen

Grundwasserreinigung
Zur Abstromsicherung errichtete das Projektteam eine Grundwasserreinigungsanlage. Dabei werden über eine Entnahmepumpe 72 m³/h Grundwasser entnommen und über eine zweistraßige Reinigungsanlage geführt. Jede Straße verfügt über einen automatisch rückspülbaren

Sandfilter und zwei Aktivkohlefilter (jeweils 18 m³ Kohlevolumen). Das Reinwasser wird dem Industriebetrieb entweder als Kühlwasser zur Verfügung gestellt oder in Grundwasser reinfiltriert. 

Die in einer Halle installierte Anlage umfasst den Betrieb der Sanierungsanlage für insgesamt zehn Jahre (bis 2022). Zur Sanierung von Bereichen, die mittels Großlochbohrungen nicht erreicht werden können, wurde ein thermisches In-situ-Verfahren angewendet, bei dem auch fünf Monate lang ein Pilotversuch mit einer Warmwasserspülung erfolgreich umgesetzt wurde. Zu diesem Zweck wurden ein Versuchsfeld mit drei Entnahme- und Infiltrationsbrunnen sowie 13 zusätzliche Temperaturmesspegel installiert. Insgesamt wurden 10,8 m³/h Grundwasser entnommen, über eine Sand- und Kohlefiltration aufbereitet und auf bis zu 70° C aufgeheizt. Das erwärmte Wasser wurde infiltriert, so dass sich der kontaminierte Bodenbereich auf bis zu 50° C erwärmte. Die Mobilität der Schadstoffe wurde derart erhöht, dass diese über die Entnahmebrunnen ausgetragen werden konnten.

  • Bodenaushub: 12.100 t
  • Reststoffmaterial: 85.500 t
  • Teeröl: rund 300 l
  • Wiederverfüllung: 130.000 t A2- bzw. A2G-Material
  • Baurestmassen: 17.300 t
  • Nicht deponierbar: 28.500 t
  • Selektiver, offener Abtrag: 23.400 m³
  • Abbrucharbeiten: rund 5.000 m³